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Kleihauer-Betke-Test2021-09-03T13:17:07+02:00

Quantitativer Nachweis fetaler Erythrozyten im mütterlichen Blut

Der Säureelutions-Test oder Kleihauer-Betke Test ist eine semiquantitative Blutuntersuchung zum Nachweis von fetalem Hämoglobin (auch: Hämoglobin F, HbF) in Blutausstrichen mittels Säure-Elution.
Fetale Hämoglobinabschätzungen werden vorgenommen, um eine mögliche Blutung beim Neugeborenen festzustellen, insbesondere um eine Rh-Inkompatibilität zu vermeiden. Der Hämoglobin F-Test wird auch bei Erwachsenen als Hilfsmittel bei der Diagnose bestimmter Anämieformen eingesetzt.

Der Hemafix®-Säureelutions-Test oder Kleihauer-Test basiert darauf, dass das Hämoglobin F (HbF) resistent gegen Säure-Elution ist, während Hämoglobin A (HbA) nicht säureresistent ist. Wenn ein fixierter Blutausstrich in saure Pufferlösung getaucht wird, verlieren die erwachsenen Erythrozyten das Hämoglobin A im Puffer und behalten nur ihr Stroma, während die fetalen Erythrozyten intakt bleiben. Daher erscheinen die fetalen Erythrozyten nach der HemaFetal Färbung pink-rot bzw. rosa, während die mütterlichen Erythrozyten als farblose „Geister“ erscheinen. Der Anteil der fetalen roten Blutkörperchen in Prozent im mütterlichen Blut wird zur Berechnung des Volumens der fetomaternalen Blutung herangezogen.

Die Hemafix® -Färbelösungen sind gebrauchsfertig und standardisiert. Sie liefern eine reproduzierbare und konstante Färbequalität. Eine Filtration ist nicht nötig. Sedimentation von ungelösten Farbpartikeln findet nicht statt. Eine standardisierte Durchführung des Kleihauer-Betke-Tests mit geringem Zeit- und Kostenaufwand kann durch Einsatz eines Färbeautomaten erfolgen.

Alle Produktkomponenten der Hemafix® -Färbelösungen sind sofort einsetzbar und CE-zertifizierte in vitro Diagnostika.

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