Proteinkontrollen

Proteinkontrollen2020-04-01T09:40:17+02:00
Duotrol Proteinkontrolle von Biomed Labordiagnostik in drei Konzentrationsbereichen

Proteinkontrollen

In der Proteindiagnostik werden die auch als Plasmaproteine bezeichneten Proteine des Blutplasmas, die zwischen dem Blut und den extrazellulären Flüssigkeitsräumen zirkulieren, analysiert. Plasmaproteine werden vorwiegend in der Leber sowie in den lymphatischen Organen des Immunsystems gebildet. Unter physiologischen Bedingungen liegen im Blut mehr als 100 bekannte Proteine in konstanter Verteilung zwischen den Flüssigkeitsräumen vor.

Plasmaproteine können anhand ihrer Funktion in verschiedene Gruppen unterteilt werden, zum Beispiel:

Transportproteine:

  • Das Transportprotein Albumin sorgt wesentlich für die Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Druck und des pH-Werts und den Transport von wasserunlöslichen Stoffen, Hormonen und Enzymen im Blut. Ein verminderter Serumalbuminspiegel ist ein Marker für einen Synthesedefekt der Leber, Albumin im Urin ist ein früher Marker für Nierenschäden.
  • Transferrin ist das Transportprotein für Eisen und ist in der Regel zu 25-30% mit Eisen gesättigt. Ein erhöhter Transferrin-Wert weist häufig auf einen Eisenmangel hin, ein gesenkter Wert auf eine chronische Entzündung, Tumorerkrankungen, Eisenüberladung oder Hämolyse.
  • Der Transport von Hämoglobin, um es dem Abbau im Retikuloendothelialen System (RES) zuzuführen und eine Schädigung der Niere durch freies Hämoglobin zu verhindern, erfolgt über Haptoglobin. Haptoglobin ist derzeit der empfindlichste Marker zur Diagnose der Hämolyse.
Klinisch chemisches Analysengerät
Akute-Phase-Protein CRP

Akute-Phase-Proteine:

  • Das C-reaktive Protein (CRP) wird im Rahmen entzündlicher Reaktionen zur Beurteilung des Schweregrades eingesetzt, da die Blutkonzentration bei Inflammation (nichtinfektiös: Gewebsschädigung, infektiös: mikrobielle Infektion) ansteigt.
  • α-1 Antitrypsin (AAT) ist ein Protease-Inhibitor, der verhindert, dass Proteine durch Trypsin zersetzt werden. Bei einer Entzündung im Körper steigt die Konzentration des AAT an, AAT-Mangel deutet auf eine Erbkrankheit hin.
  • Das Eisenspeicherprotein Ferritin weist bei Personen mit Eisenmangel bzw. Eisenüberladung eine direkte und quantitative Korrelation zum mobilisierbaren Speichereisen auf. Als Akute-Phase-Protein lassen sich erhöhte Konzentrationen des Ferritins im Zusammenhang von entzündlichen und nekrotischen Prozessen, wie Hepatitis oder Herzinfarkt, nachweisen.

Proteine der Immunabwehr:

  • Die Immunglobuline IgA, IgE, IgG und IgM wirken als Antikörper und binden mit spezifischen Antigenen unter Bildung von Immunkomplexen und lösen beispielsweise die Aktivierung des Komplementsystems und von Phagozyten aus. Immunglobuline sind bedeutsam in der Allergiediagnostik und in der Diagnostik von Immunmangelzuständen.

Faktoren des Komplementsystems:

  • Das Komplementsystem gehört zur angeborenen, unspezifischen, humoralen Immunabwehr und umfasst ca. 30 Plasmaproteine. Für diagnostische Zwecke reicht meist die Bestimmung der beiden Faktoren C3 und C4. Ursachen erhöhter Werte können Infektionen und Entzündungen sein, Ursachen gesenkter Werte Autoimmunerkrankungen und immunologisch bedingte Erkrankungen.

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Immunglobuline und das Komplementsystem gehören zur Immunabwehr

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