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Spezialkontrollen

Spezialkontrollen2020-04-09T09:08:21+02:00

Spezialkontrollen

Die Spezialkontrollen von BIOMED beinhalten Richtigkeitskontrollseren für die Qualitätskontrolle bei der Analyse der Blutkonzentration von Alkohol, Ammoniak, Cystatin C, Bilirubin und verschiedenen Herzmarkern.

Alkohol-Ammoniak-Kontrollen

Die stabile, auf Humanserummatrix basierende Flüssigkontrolle Duotrol® Alkohol/Ammoniak Kombi dient zur Überwachung der quantitativen Analysebedingungen zur Bestimmung von Alkohol und Ammoniak in humanen Serum- und Plasmaproben in klinischen Labors.

Akuter Alkoholkonsum kann durch den direkten Nachweis von Alkohol (Ethanol) im Blut (Serum oder Plasma) nachgewiesen werden. Der gemessene Blutalkoholwert kann verwendet werde, um relativ sicher auf über wenige Stunden vergangene Alkoholspiegel zu schließen.
Alkohol wird in der Leber durch die Alkoholdehydrogenase (ADH) über Azetaldehyd zu Essigsäure abgebaut. Die Abbaurate ist individuell unterschiedlich, bei Frauen erfolgt der Abbau im Durchschnitt 15 % langsamer als bei Männern. Endogener Alkohol überschreitet nicht 0,012 ‰ (Promille) und muss bei Messungen daher nicht berücksichtigt werden.
Die Konzentration des Ammoniak (NH3) im Blut sollte bei Bewusstseinsveränderungen oder Koma mit unklarem Befund, sowie bei Säuglingen, die ständig erbrechen oder ungewöhnlich lethargisch sind, bestimmt werden.
Ammoniak entsteht im Darm mit Hilfe von Bakterien durch die Spaltung von Proteinen in Aminosäuren und Ammoniak. Über die Pfortader wird das Ammoniak in die Leber transportiert und dort zu Harnstoff und Glutamin abgebaut, der Harnstoff wird dann zu den Nieren transportiert und mit Urin ausgeschieden. Funktioniert dieser Ablauf nicht ausreichend, reichert sich Ammoniak im Blut an und kann ins Gehirn eindringen, die Folge ist eine hepatische Enzephalopathie (Leber-Hirn-Störung). Diese ist eine Funktionsstörung des Gehirns, die zu mentalen uns neurologischen Veränderungen mit Verschlechterung der kognitiven und motorischen Fähigkeiten bis hin zu epileptischen Anfällen, Bewusstseinsverlust und Koma führen kann.
Ursachen für erhöhte Ammoniak-Werte können Defekte des Harnstoffzyklus, schwere Lebererkrankungen, verminderter Blutfluss zur Leber, das Reye-Syndrom, Nierenversagen oder hereditäre Hyperammonämie (erblicher Ammoniak-Überschuss) sein.
Bilirubin-Kontrollen

Duotrol® Bilirubin Paediatric ist eine stabile Flüssigkontrolle auf Rinderserumbasis für die quantitative Bestimmung von Bilirubin im hohen, abnormalen Bereich und dient der Überwachung von Assaybedingungen bei klinischen Laboruntersuchungen an Serum- und Plasmaproben. Die Analytkonzentrationen werden mit Bilirubinextrakten und synthetischen Derivaten erreicht.

Bilirubin im Serum setzt sich aus unkonjugiertem, konjugiertem und δ-Bilirubin zusammen. Endogen entstehen täglich 80 – 85 % Bilirubin.
Erhöhte Bilirubin-Werte sind mit Morbus Meulengracht, Hepatitis, Fettleber oder Leberzirrhose, Stauungen der Gallenflüssigkeit und Hämolyse assoziiert.

Cystatin C-Kontrollen

Duotrol® Cystatin C ist ein flüssiges Richtigkeitskontrollserum humanen Ursprungs mit Zielwerten im normalen und pathologischen Bereich.

Cystatin-C wird in konstanter Rate endogen von fast allen kernhaltigen Zellen des menschlichen Körpers gebildet. Die Serumkonzentration hängt von der glomerulären Filtrationsleistung der Niere ab. Bei einer verminderten GFR erhöht sich die Konzentration an Cystatin C. Die Cystatin C-Konzentration wird nicht von Alter, Geschlecht, Muskelmasse, Ernährung und entzündlichen Prozessen (außer Immunerkrankungen) beeinflusst.
Cystatin C ist erhöht bei Niereninsuffizienz und Autoimmunerkrankungen.

Cardio Kontrollserum Klinische Chemie
Cardio-Kontrollen

Das gebrauchsfertige, flüssige Kontrollserum Duotrol® Cardio ist eine aus Humanserum gewonnene Richtigkeitskontrolle zur Überwachung der quantitativen Analysebedingungen von Markern der Kardiologie in der Labordiagnostik.
Symptome von Herzerkrankungen wie dem Herzinfarkt sind häufig unspezifisch, wie beispielsweise Atemnot, Erschöpfung oder Ödeme: sie können durch eine Herzschwäche verursacht sein, müssen es aber nicht. Zudem beginnen Herzprobleme oft schleichend und werden so zunächst nicht erkannt. Um Herzinsuffizienzen zu erkennen und andere Erkrankungen auszuschließen, werden bestimmte, herzspezifische Biomarker im Blut untersucht.

Das biologisch inaktives Signalpeptid NT-Pro-BNP (N-terminales pro-BNP, N-terminal pro-B-type natriuretic peptide) und das natriuretische Peptid BNP entstehen durch Spaltung von proBNP, dessen Synthese in den Herzmuskelzellen durch Wandspannung (erhöhter Druck im Herz) und neurohumorale Stimulation Noradrenalin, Angiotensin) angeregt wird. Erhöhte Werte von BNP und NT-Pro-BNT sind also ein Hinweis auf eine akute Herzinsuffizienz. NT-Pro-BNP ist im Blut und in den Proben länger stabil und eignet sich daher gut zur Diagnose.
Die CK-MB (Creatinkinase vom Myokardtyp = Herzmuskeltyp) ist das Isoenzym der Creatinkinase, das vor allem im Herzmuskel vorkommt. Eine Schädigung des Herzmuskels, beispielsweise Zellnekrose von Kardiomyozyten, kann vermehrten Übertritt von CK-MB ins Blut bewirken. Bei der Messung der CK-MB wird die Enzymaktivität im Blut bestimmt.
Ein Herzinfarkt, auch Myokardinfarkt, kann durch die Bestimmung der CK-MB erkannt werden.
Das akute-Phase Protein CRP (C-reaktives Protein) ist ein Marker für das kardiovaskuläre Risiko, um instabile Phasen im Rahmen der Atherosklerose zu erkennen. Entzündungsreaktionen sind an der Entstehung, Verbreitung und Instabilität atherosklerotischer Plaques beteiligt.
Ein natürlich vorkommender Wirkstoff zur Therapie von Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz, Digitoxin aus der Gruppe der Herzglycoside, verlangsamt die Schlagfrequenz und steigert die Inotropie (Kontraktionskraft der Herzmuskulatur), indem es die Natrium-Kalium-ATPase in den Herzmuskelzellen hemmt und die Vaguskerne beeinflusst.
Die Dosierung von Digitoxin sollte überwacht werden, um Intoxikation zu verhindern.
Myoglobin (Mb) ist ein Muskelprotein, das nach Zellschäden schnell austritt (Myoglobinämie). Es wird in der Labordiagnostik des Herzinfarkts als sensitiver Frühmarker eingesetzt. Ist kein Anstieg von Myoglobin feststellbar, ist ein Myokardinfarkt sehr unwahrscheinlich.
Ein Proteinkomplex, der in den Muskelzellen der Herzmuskulatur vorkommen, ist das kardiale Troponin (cTn), insbesondere die beiden Untereinheiten Troponin I (cTnI, Inhibitorische Untereinheit) und Troponin T (cTnT, Tropomyosin-bindende Untereinheit). Eine Schädigung des Herzmuskels (z.B. nach einem Myokardinfarkt) bewirkt vermehrten Übertritt dieser Eiweißstoffe ins Blut, so dass diese dort gemessen werden können. Die Bestimmung der kardinalen Troponine kann neben der Diagnose eines Herzinfarkts auch zur Verlaufskontrolle oder zur Kontrolle des Therapieerfolgs, nach Herzinfarkt, aber auch zu Feststellung kleineren Herzmuskelschädigungen eingesetzt werden.
Homocystein, ein Zwischenprodukt des Aminosäurestoffwechsels, wird unter anderem zur Neubildung von Proteinen und Nukleinsäuren benötigt. Bereits leicht erhöhte Werte von Homocystein stellen einen Risikofaktor für Atherosklerose, venöse Thromboembolien, koronare Herzerkrankungen oder Schlaganfälle dar. Ein erhöhter Homocysteinwert kann unter Umständen bereits durch die Gabe von Folsäure und Vitamin B6 gesenkt werden.

Duotrol® Kontrollseren

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