Ferritin Schnelltest – Ferritin quantitativ bestimmen
Quantitativer Ferritin Schnelltest zur Bestimmung von Ferritin in Serum, Plasma und Vollblut mit dem BIOspeed Analysegerät. Ergebnis nach 10 Minuten.
Ferritin Schnelltestkit zur quantitativen Bestimmung
Das Ferritin Schnelltestkit ermöglicht die quantitative Bestimmung von Ferritin (FERR) in humanem Serum, Plasma und Vollblut. Ferritin ist ein zentraler Laborparameter zur Beurteilung des Eisenstoffwechsels und der körpereigenen Eisenspeicher. Die Bestimmung unterstützt insbesondere die Abklärung eines möglichen Eisenmangels und die Differentialdiagnostik von Anämien.
Gleichzeitig gehört Ferritin zu den Akute-Phase-Proteinen. Bei entzündlichen Prozessen kann die Ferritinkonzentration unabhängig von den tatsächlichen Eisenspeichern ansteigen. Für die medizinische Interpretation ist deshalb der klinische Zusammenhang entscheidend. Insbesondere bei gleichzeitig bestehender Entzündung sollten weitere Laborparameter wie CRP und Transferrin berücksichtigt werden.
Die quantitative Bestimmung erfolgt mit dem BIOspeed Analysegerät. Nach einer Inkubationszeit von 10 Minuten steht das Ergebnis zur Verfügung.
Was ist Ferritin?
Ferritin ist ein Protein, das Eisen bindet und in einer für den Körper verfügbaren Form speichert. Es kommt vor allem in Leber, Milz und Knochenmark vor. Ein kleiner Anteil befindet sich im Blut und kann als Serumferritin beziehungsweise Plasmaferritin bestimmt werden.
Die Ferritinkonzentration im Blut steht grundsätzlich in Beziehung zu den Eisenspeichern des Körpers. Niedrige Ferritinwerte sind deshalb ein wichtiger Hinweis auf erschöpfte Eisenspeicher und einen möglichen Eisenmangel.
Die Interpretation hoher Ferritinwerte ist komplexer. Neben erhöhten Eisenspeichern können insbesondere Entzündungen die Ferritinkonzentration beeinflussen.
Welche Bedeutung hat Ferritin bei Eisenmangel?
Die Ferritinbestimmung gehört zu den wichtigsten Laboruntersuchungen bei Verdacht auf Eisenmangel.
Sinken die Eisenspeicher des Körpers, nimmt in der Regel auch die Ferritinkonzentration ab. Ein erniedrigter Ferritinwert kann daher bereits auf einen Eisenmangel hinweisen, bevor sich eine ausgeprägte Eisenmangelanämie entwickelt.
Für die diagnostische Einordnung werden Ferritin und weitere Parameter des Eisenstoffwechsels gemeinsam mit dem Blutbild und dem klinischen Befund beurteilt.
Welche Rolle spielt Ferritin bei der Anämiediagnostik?
Eine Anämie kann unterschiedliche Ursachen haben. Eisenmangel gehört zu den häufigsten, ist aber nicht die einzige mögliche Ursache.
Ferritin hilft bei der Beurteilung, ob verminderte Eisenspeicher an der Entstehung einer Anämie beteiligt sein könnten. Die Ferritinbestimmung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Differentialdiagnostik von Anämien.
Besonders relevant ist dabei die Unterscheidung zwischen einer Eisenmangelanämie und einer Anämie im Zusammenhang mit chronischen entzündlichen Erkrankungen. Bei entzündlichen Prozessen kann Ferritin trotz eingeschränkter Eisenverfügbarkeit normal oder erhöht sein.
Warum kann Ferritin bei Entzündungen erhöht sein?
Ferritin ist nicht nur ein Eisenspeicherprotein, sondern reagiert auch als Akute-Phase-Protein auf entzündliche Prozesse.
Im Rahmen einer Entzündungsreaktion kann die Ferritinkonzentration ansteigen. Ein normaler oder erhöhter Ferritinwert bedeutet bei gleichzeitig bestehender Entzündung deshalb nicht automatisch, dass die Eisenspeicher ausreichend gefüllt sind.
Genau deshalb ist es wichtig, Ferritin bei entzündlichen Erkrankungen nicht isoliert zu interpretieren. Entzündungsmarker wie CRP sowie weitere Parameter des Eisenstoffwechsels können zusätzliche Informationen liefern.
Ferritin und CRP – warum werden beide Parameter gemeinsam beurteilt?
Ferritin und CRP beantworten unterschiedliche diagnostische Fragen.
Ferritin liefert vor allem Informationen über den Eisenstoffwechsel und die Eisenspeicher. Gleichzeitig kann die Ferritinkonzentration im Rahmen einer Entzündungsreaktion ansteigen.
CRP ist ein etablierter Marker zur Beurteilung entzündlicher Aktivität. Ein erhöhtes CRP kann deshalb bei der Interpretation eines Ferritinwertes wichtige zusätzliche Informationen liefern.
Ist Ferritin beispielsweise normal oder erhöht und besteht gleichzeitig eine ausgeprägte Entzündungsreaktion, muss berücksichtigt werden, dass der Ferritinwert durch die Akute-Phase-Reaktion beeinflusst sein kann.
Die gemeinsame Betrachtung von Ferritin, CRP und weiteren Parametern kann daher insbesondere bei der Differentialdiagnostik von Anämien hilfreich sein. Auch die BIOMED-Produktinformation sieht die Interpretation von Ferritin im Zusammenhang mit weiteren Markern wie CRP oder Transferrin vor.
Was bedeutet ein niedriger Ferritinwert?
Eine niedrige Ferritinkonzentration spricht in der Regel für verminderte Eisenspeicher und ist ein wichtiger Laborhinweis auf einen Eisenmangel.
Je nach Ausprägung und Krankheitsstadium können weitere Veränderungen hinzukommen, beispielsweise Veränderungen des Hämoglobins und anderer Parameter des roten Blutbildes.
Die Ursache eines nachgewiesenen Eisenmangels sollte anschließend klinisch abgeklärt werden.
Was bedeutet ein erhöhter Ferritinwert?
Ein erhöhter Ferritinwert ist weniger spezifisch als ein erniedrigter Wert.
Erhöhte Ferritinkonzentrationen können unter anderem im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen auftreten. Deshalb lässt sich aus einem erhöhten Ferritinwert allein weder auf ausreichend gefüllte Eisenspeicher noch auf eine bestimmte Erkrankung schließen.
Für die Interpretation sind die klinische Situation und weitere Laborparameter entscheidend.
Vorteile des Ferritin Schnelltestkits
- Quantitative Bestimmung von Ferritin (FERR)
- Beurteilung des Eisenstoffwechsels und der Eisenspeicher
- Unterstützung bei der Differentialdiagnostik von Anämien
- Ferritin auch als Marker im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen relevant
- Geeignet für Serum, Plasma und Vollblut
- Ergebnis nach 10 Minuten
- Quantitative Auswertung mit dem BIOspeed Analysegerät
- Einsetzbar mit BIOspeed Single und BIOspeed Multi
Wie funktioniert der quantitative Ferritin Schnelltest?
Das Ferritin Schnelltestkit basiert auf einem immunochromatographischen Fluoreszenzassay nach dem Doppelantikörper-Sandwich-Prinzip.
Ferritin aus der Probe bindet an fluoreszenzmarkierte Anti-Ferritin-Antikörper. Die entstehenden Immunkomplexe wandern entlang der Testmembran und werden dort von einem weiteren Anti-Ferritin-Antikörper gebunden.
Mit zunehmender Ferritinkonzentration steigt die Intensität des Fluoreszenzsignals. Das BIOspeed Analysegerät misst dieses Signal und bestimmt daraus quantitativ die Ferritinkonzentration.
Die chargenspezifische Kalibrationskurve ist auf dem ID Chip gespeichert und wird vom BIOspeed Analysegerät für die Berechnung der Ferritinkonzentration verwendet.
Leistungsmerkmale des Ferritin Schnelltestkits
Parameter: Ferritin (FERR)
Bestimmung: quantitativ
Probenmaterial: Serum, Plasma oder Vollblut
Probenvolumen: 75 µL Serum, Plasma oder Vollblut
Probenauftrag: 75 µL der vorbereiteten Probe
Testprinzip: immunochromatographischer Fluoreszenzassay
Auswertung: BIOspeed Single oder BIOspeed Multi
Inkubationszeit: 10 Minuten
Packungsinhalt: 25 Testkassetten, Probenverdünnungspuffer, 25 Pipettenspitzen und 1 ID Chip
Ferritin und weitere Entzündungsmarker mit BIOspeed bestimmen
Neben Ferritin stehen für das BIOspeed Analysesystem weitere quantitative Tests zur Verfügung, darunter PCT, CRP, IL-6 und SAA.
Dabei unterscheiden sich die diagnostischen Fragestellungen deutlich. Ferritin dient in erster Linie zur Beurteilung des Eisenstoffwechsels und der Eisenspeicher. Seine Eigenschaft als Akute-Phase-Protein macht den Parameter gleichzeitig für die Beurteilung im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen relevant.
CRP, PCT, IL-6 und SAA liefern dagegen jeweils andere Informationen über Entzündungs- und Infektionsprozesse. Welche Parameter gemeinsam bestimmt werden, richtet sich nach der klinischen Fragestellung.
Ferritin in 10 Minuten quantitativ mit BIOspeed bestimmen
Mit dem Ferritin Schnelltestkit lässt sich Ferritin innerhalb von 10 Minuten quantitativ bestimmen. Als Probenmaterial können Serum, Plasma und Vollblut verwendet werden.
Damit eignet sich der Test für medizinische Einrichtungen, die Ferritin zeitnah vor Ort bestimmen möchten, beispielsweise zur Beurteilung des Eisenstoffwechsels, bei Verdacht auf Eisenmangel oder im Rahmen der Differentialdiagnostik von Anämien.
Weitere quantitative Schnelltests und die dazugehörigen Analysegeräte finden Sie in der Kategorie BIOspeed Analysegeräte und Schnelltestkits.
Häufige Fragen zu Ferritin
Was zeigt der Ferritinwert an?
Ferritin dient vor allem als Laborparameter zur Beurteilung der Eisenspeicher. Niedrige Ferritinkonzentrationen können auf verminderte Eisenspeicher und einen Eisenmangel hinweisen.
Ist Ferritin ein Entzündungsmarker?
Ferritin ist primär ein Eisenspeicherprotein, gehört aber gleichzeitig zu den Akute-Phase-Proteinen. Bei entzündlichen Prozessen kann die Ferritinkonzentration ansteigen. Deshalb muss Ferritin bei bestehender Entzündung im Zusammenhang mit weiteren Laborparametern interpretiert werden.
Warum werden Ferritin und CRP gemeinsam bestimmt?
CRP kann Hinweise auf eine gleichzeitig bestehende Entzündungsreaktion geben. Das ist für die Interpretation von Ferritin relevant, weil entzündliche Prozesse die Ferritinkonzentration erhöhen können.
Kann man trotz normalem Ferritin einen Eisenmangel haben?
Bei entzündlichen Erkrankungen kann Ferritin durch die Akute-Phase-Reaktion erhöht sein. Ein normaler oder erhöhter Ferritinwert schließt einen Eisenmangel in dieser Situation daher nicht grundsätzlich aus. Weitere Parameter des Eisenstoffwechsels und der Entzündungsaktivität müssen berücksichtigt werden.
Wie schnell liegt das Ergebnis des Ferritin Schnelltests vor?
Die Inkubationszeit beträgt 10 Minuten. Anschließend wird die Ferritinkonzentration mit dem BIOspeed Analysegerät quantitativ bestimmt.
| Parameter | Ferritin |
|---|---|
| Packungsgröße | 25 Testkassetten, 25 Pipettenspitzen, 1 ID Chip, Probenverdünnungspuffer |