PCT Schnelltest – Procalcitonin quantitativ
Quantitativer PCT Schnelltest zur Bestimmung von Procalcitonin in Serum, Plasma und Vollblut mit dem BIOspeed Analysegerät. Ergebnis nach 15 Minuten.
PCT Schnelltestkit zur quantitativen Bestimmung von Procalcitonin
Das PCT Schnelltestkit ermöglicht die quantitative Bestimmung von Procalcitonin (PCT) in humanem Serum, Plasma und Vollblut. Procalcitonin ist ein wichtiger Biomarker bei der Beurteilung systemischer bakterieller Infektionen und einer möglichen Sepsis.
Die Messung erfolgt mit dem BIOspeed Analysegerät. Bereits nach einer Inkubationszeit von 15 Minuten steht ein quantitatives PCT-Ergebnis zur Verfügung. Damit eignet sich der PCT Schnelltest für medizinische Einrichtungen, in denen Procalcitonin zeitnah und direkt vor Ort bestimmt werden soll.
Was ist Procalcitonin (PCT)?
Procalcitonin ist die Vorstufe des Hormons Calcitonin. Unter normalen physiologischen Bedingungen wird PCT hauptsächlich in den C-Zellen der Schilddrüse gebildet und anschließend zu Calcitonin weiterverarbeitet. Im Blut sind daher normalerweise nur geringe PCT-Konzentrationen nachweisbar.
Bei einer ausgeprägten systemischen bakteriellen Infektion kann Procalcitonin dagegen in verschiedenen Geweben vermehrt gebildet und in den Blutkreislauf freigesetzt werden. Die PCT-Konzentration kann dadurch deutlich ansteigen.
Diese Reaktion macht Procalcitonin zu einem wichtigen Laborparameter bei Verdacht auf systemische bakterielle Infektionen und Sepsis.
Wann ist die Bestimmung von PCT sinnvoll?
Die Bestimmung von Procalcitonin kann insbesondere dann zusätzliche diagnostische Informationen liefern, wenn eine systemische bakterielle Infektion vermutet wird.
Typische Fragestellungen sind:
- Verdacht auf eine systemische bakterielle Infektion
- diagnostische Abklärung bei möglicher Sepsis
- Beurteilung schwerer bakterieller Infektionsverläufe
- Verlaufskontrolle bei systemischen Infektionen
- ergänzende Beurteilung einer bereits eingeleiteten Therapie
Entscheidend ist dabei immer der klinische Zusammenhang. Ein PCT-Wert allein bestätigt weder eine bakterielle Infektion noch eine Sepsis. Ebenso kann eine bakterielle Infektion durch einen niedrigen PCT-Wert nicht in jeder Situation sicher ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse werden deshalb gemeinsam mit dem klinischen Befund und weiteren Labor- und gegebenenfalls mikrobiologischen Ergebnissen beurteilt.
Welche Bedeutung hat PCT bei einer Sepsis?
Eine Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion infolge einer fehlregulierten Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Bei Verdacht auf Sepsis sind eine rasche klinische Beurteilung, die Suche nach dem Infektionsfokus und eine zeitnahe Diagnostik entscheidend.
Procalcitonin kann dabei zusätzliche Informationen liefern, insbesondere wenn eine systemische bakterielle Infektionals Ursache vermutet wird. Höhere PCT-Konzentrationen können im entsprechenden klinischen Kontext mit einer ausgeprägteren systemischen bakteriellen Reaktion einhergehen.
PCT ist jedoch kein alleiniger Sepsismarker. Der Wert wird zusammen mit dem klinischen Zustand des Patienten, Vitalparametern, Organfunktion, weiteren Laborwerten und mikrobiologischen Befunden beurteilt.
PCT und CRP – was ist der Unterschied?
Procalcitonin (PCT) und C-reaktives Protein (CRP) beantworten unterschiedliche diagnostische Fragen.
CRP ist ein Akute-Phase-Protein und reagiert auf zahlreiche entzündliche Prozesse. Erhöhte CRP-Konzentrationen können sowohl bei infektiösen als auch bei nichtinfektiösen Entzündungen auftreten. CRP eignet sich deshalb insbesondere zur Erfassung und Verlaufskontrolle einer allgemeinen Entzündungsreaktion.
PCT ist dagegen vor allem bei der Beurteilung systemischer bakterieller Infektionen von Bedeutung. Im entsprechenden klinischen Kontext kann ein PCT-Anstieg zusätzliche Hinweise auf eine bakterielle Systemreaktion liefern.
PCT ist damit nicht einfach das „bessere CRP“. Beide Marker erfassen unterschiedliche Aspekte der Entzündungsreaktion und können sich je nach klinischer Fragestellung ergänzen.
Kann PCT bakterielle und virale Infektionen unterscheiden?
PCT kann die diagnostische Einschätzung unterstützen, ist aber kein alleiniger Test zur sicheren Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen.
Bei ausgeprägten systemischen bakteriellen Infektionen können die PCT-Konzentrationen deutlich ansteigen. Bei vielen viralen Infektionen bleiben sie dagegen niedriger. Diese Unterschiede sind jedoch nicht absolut.
Auch der Zeitpunkt der Messung, die Lokalisation der Infektion, der Krankheitsverlauf und patientenbezogene Faktoren können die PCT-Konzentration beeinflussen. Die Interpretation erfolgt deshalb immer im Zusammenhang mit dem klinischen Befund und weiterer Diagnostik.
Warum sind PCT-Verlaufsmessungen sinnvoll?
Bei schweren Infektionen ist häufig nicht nur ein einzelner Messwert entscheidend. Auch die Entwicklung der PCT-Konzentration im zeitlichen Verlauf kann zusätzliche Informationen liefern.
Serielle Messungen zeigen, ob die PCT-Konzentration steigt, stabil bleibt oder abnimmt. Diese Dynamik kann gemeinsam mit dem klinischen Verlauf und weiteren Befunden zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs herangezogen werden.
Auch im Rahmen definierter Antibiotic-Stewardship-Strategien kann der PCT-Verlauf eine Rolle spielen. Dabei wird PCT nicht isoliert betrachtet, sondern in einen klinischen Entscheidungsalgorithmus eingebunden. Der BIOMED-Fachartikel erläutert diesen Aspekt ausführlicher.
PCT-Ergebnisse richtig einordnen
Procalcitonin ist ein diagnostischer Biomarker und kein alleiniger Nachweis für eine bestimmte Erkrankung.
Ein niedriger PCT-Wert schließt eine bakterielle Infektion nicht sicher aus. Dies kann beispielsweise bei einer frühen Phase der Infektion oder bei lokal begrenzten Infektionen relevant sein.
Umgekehrt können erhöhte PCT-Konzentrationen auch außerhalb bakterieller Infektionen auftreten. Deshalb sind Anamnese, klinischer Befund und weitere Labor- und gegebenenfalls mikrobiologische Untersuchungen für die diagnostische Einordnung entscheidend.
Vorteile des PCT Schnelltestkits
- Quantitative Bestimmung von Procalcitonin (PCT)
- Serum, Plasma und Vollblut als Probenmaterial
- Ergebnis nach 15 Minuten
- Unterstützung bei der Beurteilung systemischer bakterieller Infektionen und Sepsis
- Zeitnahe PCT-Bestimmung direkt vor Ort
- Auswertung mit dem BIOspeed Analysegerät
- Einsetzbar mit BIOspeed Single und BIOspeed Multi
- Kombinierbar mit weiteren Entzündungsmarkern
Wie funktioniert der quantitative PCT Schnelltest?
Das PCT Schnelltestkit arbeitet mit einem immunochromatographischen Fluoreszenzassay nach dem Doppelantikörper-Sandwich-Prinzip.
Procalcitonin in der Probe bindet zunächst an fluoreszenzmarkierte Anti-PCT-Antikörper. Die entstehenden Immunkomplexe wandern entlang der Testmembran und werden dort von einem weiteren Anti-PCT-Antikörper gebunden.
Je mehr PCT in der Probe vorhanden ist, desto stärker ist das Fluoreszenzsignal an der Testlinie. Das BIOspeed Analysegerät misst dieses Signal und bestimmt daraus quantitativ die PCT-Konzentration.
Die chargenspezifischen Kalibrationsdaten sind auf dem ID Chip gespeichert und werden vom BIOspeed Analysegerät bei der Berechnung der PCT-Konzentration berücksichtigt.
Leistungsmerkmale des PCT Schnelltestkits
Parameter: Procalcitonin (PCT)
Bestimmung: quantitativ
Probenmaterial: Serum, Plasma oder Vollblut
Probenvolumen: 75 µL Serum, Plasma oder Vollblut
Probenauftrag: 75 µL der vorbereiteten Probe
Testprinzip: immunochromatographischer Fluoreszenzassay
Auswertung: BIOspeed Single oder BIOspeed Multi
Inkubationszeit: 15 Minuten
Packungsinhalt: 25 Testkassetten, Probenverdünnungspuffer, 25 Pipettenspitzen und 1 ID Chip
PCT, CRP, IL-6 und SAA mit BIOspeed bestimmen
Für das BIOspeed Analysesystem stehen neben PCT weitere quantitative Tests für unterschiedliche Fragestellungen der Entzündungs- und Infektionsdiagnostik zur Verfügung. Dazu gehören CRP, IL-6, Ferritin und SAA.
Die Marker liefern unterschiedliche Informationen über die Entzündungsreaktion. PCT spielt insbesondere bei der Beurteilung systemischer bakterieller Infektionen eine Rolle. CRP ist ein breit einsetzbarer Marker der Entzündungsaktivität, während IL-6 und SAA weitere Aspekte der inflammatorischen Reaktion erfassen.
Welche Parameter sinnvoll sind, richtet sich nach der klinischen Fragestellung. Bei komplexen Krankheitsbildern kann die gemeinsame Betrachtung verschiedener Marker zusätzliche Informationen liefern.
PCT in 15 Minuten quantitativ mit BIOspeed bestimmen
Mit dem PCT Schnelltestkit lässt sich Procalcitonin innerhalb von 15 Minuten quantitativ bestimmen. Als Probenmaterial können Serum, Plasma und Vollblut verwendet werden.
Die zeitnahe Verfügbarkeit eines quantitativen PCT-Ergebnisses unterstützt medizinische Einrichtungen, in denen bei Verdacht auf schwere bakterielle Infektionen schnelle diagnostische Entscheidungen erforderlich sind.
Weitere quantitative Schnelltests und die dazugehörigen Analysegeräte finden Sie in der Kategorie BIOspeed Analysegeräte und Schnelltestkits.
Häufige Fragen zum PCT Schnelltest
Was misst der PCT Schnelltest?
Der Test bestimmt quantitativ die Konzentration von Procalcitonin (PCT) in Serum, Plasma oder Vollblut.
Wie schnell liegt das PCT-Ergebnis vor?
Die Inkubationszeit beträgt 15 Minuten. Anschließend wird die PCT-Konzentration mit dem BIOspeed Analysegerät quantitativ bestimmt.
Welche Proben können für den PCT Test verwendet werden?
Geeignet sind humane Serum-, Plasma- und Vollblutproben.
Wofür wird Procalcitonin bestimmt?
PCT wird als diagnostischer Biomarker insbesondere zur Beurteilung systemischer bakterieller Infektionen und bei Verdacht auf Sepsis eingesetzt. Das Ergebnis wird gemeinsam mit dem klinischen Befund und weiteren Laborwerten beurteilt.
Ist PCT das Gleiche wie CRP?
Nein. CRP ist ein allgemeinerer Entzündungsmarker. PCT liefert insbesondere bei der Beurteilung systemischer bakterieller Infektionen zusätzliche Informationen. Beide Marker können sich abhängig von der klinischen Fragestellung ergänzen.
| Parameter | PCT |
|---|---|
| Packungsgröße | 25 Testkassetten, 25 Pipettenspitzen, 1 ID Chip, Probenverdünnungspuffer |